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Fastenzeit LesejahrA

WoGo 2. Woche i.d. Fastenzeit

2/16/2026 (Hiltrud Bollenbach/Klaus Völker, Pfarrei hl. Hildegard von Bingen)

Ablaufplan

Wortgottesfeier Dienstag, 24.02.26, 10.00 h /2. Woche i.d. Fastenzeit / Werktagsgottesdienst / Lj. A

Bistum Mainz / Pfarrei hl. Hildegard von Bingen, Rhein und Nahe / Haus Andreas Büdesheim

(WGF-Leiter: Hiltrud Bollenbach/Klaus Völker)

 

Thema: Reden und Tun gehören zusammen

 

Eingangslied: Mir nach, spricht Christus, unser Held; GL 461, 1 und 2

Begrüßung:

Guten Morgen und herzlich willkommen zum Gottesdienst hier im Haus Andreas.

Authentisch sein ist kein Modebegriff unserer Zeit; diese Eigenschaft

beschreibt faszinierende Menschen durch alle Jahrhunderte hinweg.

Für viele damals wie heute ist Jesus ein authentischer Mensch: Warum? Er lebt, was er sagt und er sagt, was er lebt.

Das erfahren wir auch aus den Schriftlesungen heute: Reden und Tun gehören zusammen!

Und so wollen wir beginnen im Namen des Vaters, … + Amen.

 

Kyrie:

Herr Jesus Christus, in dir scheint uns das Antlitz des Vaters auf.
Herr, erbarme dich

Herr Jesus Christus, du rufst uns, dir zu folgen.

Christus, erbarme dich

Herr Jesus Christus, du wirst als unser Retter wiederkommen in Herrlichkeit.
Herr, erbarme dich

Vergebungsbitte:

Der Herr erbarme sich unser. Er nehme von uns alle Sünde, damit wir mit reinem Herzen Ostern entgegengehen. +  Amen

Tagesgebet:

Barmherziger Gott,

du rufst uns Menschen, dir zu folgen. Öffne unsere Ohren und unser Herz, damit wir deinen Ruf vernehmen und dir mit unserem Leben und Handeln folgen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn.  Amen.

 

1.   Lesung

Lernt, Gutes zu tun! Sucht das Recht!

Lesung aus dem Buch Jesája.

Hört das Wort des Herrn, ihr Wortführer von Sodom!
Horcht auf die Weisung unseres Gottes, Volk von Gomórra!
Wascht euch, reinigt euch! Schafft mir eure bösen Taten aus den Augen! Hört auf, Böses zu tun!
Lernt, Gutes zu tun! Sucht das Recht! Schreitet ein gegen den Unterdrücker! Verschafft den Waisen Recht, streitet für die Witwen!
Kommt doch, wir wollen miteinander rechten, spricht der Herr.
Sind eure Sünden wie Scharlach, weiß wie Schnee werden sie.
Sind sie rot wie Purpur, wie Wolle werden sie.
Wenn ihr willig seid und hört, werdet ihr das Beste des Landes essen.
Wenn ihr euch aber weigert und auflehnt, werdet ihr vom Schwert gefressen. Ja, der Mund des Herrn hat gesprochen.

Wort des lebendigen Gottes

Hallelujaruf (entfällt in der Fastenzeit; dafür gesprochen):

Herr Jesus, dir sei Ruhm und Ehre! ://
So spricht Gott, der Herr:
Werft alle Vergehen von euch, die ihr verübt habt!
Schafft euch ein neues Herz und einen neuen Geist!
Herr Jesus, dir sein Ruhm und Ehre! ://

 

Evangelium

Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus:

 

In jener Zeit sprach Jesus zum Volk und zu seinen Jüngern:

Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Schriftgelehrten und die Pharisäer.

Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet

euch nicht nach ihren Taten; denn sie reden nur, tun es aber nicht.

Sie schnüren schwere und unerträgliche Lasten zusammen und legen

sie den Menschen auf die Schultern, selber aber wollen sie keinen

Finger rühren, um die Lasten zu bewegen. Alles, was sie tun, tun

sie, um von den Menschen gesehen zu werden: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, sie lieben den Ehrenplatz bei den Gastmählern und die Ehrensitze in den

Synagogen und sie lieben es, wenn man sie auf den Marktplätzen grüßt und die Leute sie Rabbi nennen. Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder.

Auch sollt ihr niemanden auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus.

Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

Evangelium, frohe Botschaft unseres Herrn, Jesus Christus

 

Auslegung

„Denen sagt er es jetzt aber richtig!“ Vielleicht haben manche Zuhörende im Volk so gedacht, als sie diese Worte Jesu hörten und sich insgeheim über diese Schelte der Schriftgelehrten und Pharisäer gefreut.

Vielleicht geht unser erster Impuls ebenfalls in diese Richtung?

„Ja, die kirchlichen Würdenträger oder die Politiker, sollen sie doch

erst mal selber ..., bevor sie uns zurechtweisen!“

Menschen, die oft vor anderen stehen und ihnen etwas zu sagen haben, sind immer besonders im Fokus. Viele schauen hin und viele

entdecken dann natürlich, wenn Anspruch im gesprochenen Wort

und Wirklichkeit im konkreten Handeln auseinanderdriften.

Beispiele dafür haben wir schnell zur Hand.

Jedoch gilt Jesu Wort auch dem Volk, wenn er sagt „Tut und befolgt

alles, was sie euch sagen!“, wenn sie als Experten der Schriftauslegung den Menschen erläutern, wie Gottes Wort und Auftrag zu verstehen ist.

Jede und jeder von uns muss sich selbst diesem Anspruch Jesu stellen: Was ich sage und wie ich es lebe, gehören eng zusammen. In so manchen Beziehungen bin auch ich in meiner Umgebung, im Alltag, im Miteinander, Vorbild für andere.

Amen.

 

 

Antwort der Gemeinde:

Lied: Selig seid ihr; GL 458, 1, 2, 3

Glaubensbekenntnis

Bekennen wir gemeinsam unseren Glauben (GL S. 35, 3 / 4)

Friedensgruß

Lasset uns beten:

Gemeinsam bitten wir um Mut und Kraft, nach unserem Glauben

zu handeln.

Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens,

dass ich liebe, wo man hasst;

dass ich verzeihe, wo man beleidigt;

dass ich verbinde, wo Streit ist;

dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist und so deinen Frieden weitertrage.

Geben wir uns ein Zeichen des Friedens: Der Friede des Herrn sei allezeit mit uns!

Lied: Dein Lob, Herr, ruft der Himmel aus; GL 381,1

Fürbitten: Wir wollen Fürbitte halten

Lasst uns beten zu Jesus Christus, unserem Herrn und Lehrer:
 Für unseren Papst und unsere Bischöfe: Dass ihre Verkündigung die Herzen der Menschen berührt. – Wir bitten dich, …
 Für die Verantwortlichen in den Regierungen aller Länder: Dass sie sich sorgen um Recht und Gerechtigkeit.
 Für unsere alten Menschen: Dass sie aufmerksame Helfer und Begleiter finden.
 Für alle, die Kinder und Jugendliche lehren und erziehen: Dass sie sich ihrer einfühlsam annehmen.
 Für unsere Gemeinde hier im Haus Andreas: Dass wir einander beistehen.
Denn du, unser Herr und Meister, bist ein Diener aller geworden. Dir sei Lob und Preis in Ewigkeit.
 – Amen.

Vater unser

Wir alle sind Kinder Gottes. So beten wir, wie Christus es selbst uns gelehrt hat: Vater unser …

 

Lied: Deinem Heiland; GL 898, 1

Übertragung der Hostien vom Tabernakel zum Altar

Kommunionspende

Die Eucharistie, die wir gleich empfangen werden, erinnert uns an die Abendmahlfeier in Kempten.

Herr, ich bin nicht würdig, …

Kostet und seht, wie gütig der Herr ist. Unseretwegen hat er sich einmal dem eigenen Vater dargebracht; er wurde geschlachtet, damit wir Anteil haben an seinem ewigen Erbe.

Der Leib Christi

 

Schlussgebet

Lasset uns beten:

Gütiger Gott,
du hast uns durch dein Wort und durch die Kommunion gestärkt,
damit wir bewusster in deiner Gegenwart leben.
Bleibe uns nahe mit deinem Erbarmen und deiner Hilfe.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.

Danksagung:

Liebe Gemeinde hier im Haus Andreas, wir sind am Ende des Gottesdienstes angekommen und bedanken uns ganz herzlich für Ihr Kommen und Mitfeiern!

Die Fastenzeit ist erst ein paar Tage alt, und wir wünschen Ihnen nicht nur eine angenehme Woche, sondern auch eine Stärkung im Glauben durch die Fastenzeit und die Vorbereitung auf das kommende Osterfest.

 

Segensbitte/Segen

Bitten wir dazu Gott um seinen Segen:

Der gütige und beschützende Gott behüte uns, er lasse sein Angesicht über uns leuchten und bleibe bei uns alle Tage unseres Lebens. Das gewähre uns der dreieine Gott, der Vater, … + Amen.

Entlassung:

Gehen wir in seinem Frieden.

 

Lied: Die Schönste von allen; GL 917, 1 und 4