Ablaufplan
Wortgottesfeier
am Sonntag, 06.04.25, 10.15 h (Fünfter Fastensonntag) Lesejahr C
(WGF-Leiter: Gabi Müller /
Klaus Völker)
Seniorenheim
Stift Sankt Martin / Pastoralraum heilige Hildegard von Bingen an Rhein und
Nahe / Bistum Mainz
Thema: „Strafe
als geeignetes Mittel zur Besserung? – oder Heilen und Helfen durch Liebe?“
Eingangslied:
Meine engen Grenzen; GL 437, 1, 3, 4
Begrüßung:
Herzlich willkommen zu diesem
Wortgottesdienst zum 5. Fasten-sonntag! Wir freuen uns, dass Sie so zahlreich
gekommen sind und beginnen im Namen des Vaters, … +
Das achte Kapitel des
Johannesevangeliums greift Streitgespräche zwischen Jesus und seinen jüdischen
Gegnern auf. Heute wird für eine Frau wegen Ehebruchs die Todesstrafe
gefordert.
Jesus, selbst mit dem Tode
bedroht, wird zum Lebensretter für sie.
(Stille)
Einleitung:
„Und jetzt?“ Wenn sich etwas
festgefahren oder totgelaufen hat oder in einer Sackgasse endet, stellt sich
Ratlosigkeit ein. Kein „Weiter so“ mehr möglich, kein Ausweg offen.
Ist uns das allen nicht auch
schon einmal passiert?
In der unmittelbaren Begegnung
mit Jesus erleben Menschen wie
die Ehebrecherin und die
Schriftgelehrten im heutigen Evangelium ein „Jetzt“ der Gegenwart Gottes in
ihrem Leben, das sie befreit und neu anfangen lässt. (Stille)
Im Vertrauen auf Gottes Nähe,
die Leben schafft und einen Neuanfang ermöglicht, wenden wir uns im Kyrie an
ihn:
Kyrie:
Herr, unser Gott, dein Sohn hat
sich aus Liebe zur Welt dem Tod überliefert.
Kyrie eleison ://
Lass uns in seiner Liebe bleiben
und mit deiner Gnade aus ihr leben.
Christe eleison ://
Rette uns vor tückischen, bösen
Mächten, denn du bist unser starker Gott.
Kyrie eleison ://
Tagesgebet:
Lasset uns
beten:
Herr, unser
Gott, du Freund des Lebens. Jesus hat sich den Kranken und Verlorenen
zugewandt. Seine besondere Liebe galt den Sündern. Hilf uns, damit auch wir
voll Erbarmen auf unsere Nächsten schauen, weil du ein Gott der Liebe bist.
Darum bitten wir durch Jesus Christus, unseren Herrn. Amen.
Lesung:
Hat Gott nur in den alten Zeiten gesprochen? Der
Prophet sagt: Einst hat Gott Israel aus Ägypten geführt – er wird noch Großes
tun.
Gott ist auch ein Gott der Zukunft!
Lesung aus
dem Buch Jesája.
So spricht
der Herr, der einen Weg
durchs Meer bahnt, einen Pfad durch gewaltige Wasser, der Wagen und Rosse
ausziehen lässt, zusammen mit einem mächtigen Heer; doch sie liegen am Boden
und stehen nicht mehr auf, sie sind erloschen und verglüht wie ein Docht.
Der Herr spricht: Denkt nicht mehr an
das, was früher war;
auf das, was vergangen ist, achtet nicht mehr! Siehe, nun mache ich etwas
Neues.
Schon sprießt es, merkt ihr es nicht? Ja, ich lege einen Weg an durch die Wüste
und Flüsse durchs Ödland.
Die wilden Tiere werden mich preisen, die Schakale und Strauße,
denn ich lasse in der Wüste Wasser fließen und Flüsse im Ödland,
um mein Volk, mein erwähltes, zu tränken. Das Volk, das ich mir geformt habe,
wird meinen Ruhm verkünden.
Wort des
lebendigen Gottes.
Halleluja-Ruf:
Christus,
du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!
Kehrt um zum Herrn von
ganzem Herzen;
denn er ist gnädig und barmherzig,
langmütig und reich an Huld.
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!
Evangelium:
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.
In jener
Zeit ging Jesus zum Ölberg. Am frühen Morgen begab er sich wieder in den
Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es.
Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau,
die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte
und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat
ertappt.
Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen.
Was sagst du? Mit diesen Worten wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen
Grund zu haben, ihn anzuklagen.
Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde.
Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich auf und sagte zu ihnen: Wer
von euch ohne Sünde ist, werfe als Erster einen Stein auf sie. Und er bückte
sich wieder und schrieb auf die Erde.
Als sie das gehört hatten, ging einer nach dem anderen fort, zuerst die
Ältesten.
Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand.
Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben?
Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr.
Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht.
Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!
Evangelium,
frohe Botschaft unseres Herrn, Jesus Christus
Auslegung:
Mit Schuld und Sünde hat der Mensch schon
immer seine Probleme gehabt, und auch wir heute noch. Schuld löst Scham aus –
und die Entfernung von Gott.
In der Bibel finden wir unzählige Beispiele
dazu:
Adam und Eva leben nackt im Paradies. Durch
den Teufel in Gestalt der Schlange werden sie verführt. Und so geht das bis
heute: Angst, Neid, Grausamkeit, Krieg, Not. Hier hat sich die Sünde
milliardenfach multipliziert.
Bei Gott allerdings können wir Gnade finden.
Er liebt die Menschen!
Kommen wir noch einmal zurück zu der eben
gehörten Geschichte:
Da wird eine Frau vor Jesus geschleppt, die
man des Ehebruchs bezichtigt, damals eine Straftat, die mit dem Tod geahndet
werden musste. Gleichzeitig sollte aber auch Jesus vorgeführt werden, da er ja
bei den Pharisäern, Ältesten und Priestern verhasst war:
Wie wird er wohl reagieren? Bekommen wir
durch sein Verhalten endlich ein Mittel in die Hand, ihn vielleicht selbst
anzuklagen, weil er gegen die Gebote des Mose verstößt?
Wie wird er sich wohl aus der Affäre ziehen?
Und Jesu stellt nicht die 10 Gebote des
Alten Testaments infrage, sondern er fordert denjenigen auf, den ersten Stein
zu werfen, der selbst ohne Schuld ist.
Tiefe Betroffenheit macht sich breit – und
die Pharisäer? Sie wenden sich um und gehen klammheimlich davon.
Damit führt er diesen Anklägern vor Augen:
Niemand ist schuldlos, jeder hat schon einmal Schuld auf sich geladen. Aber
niemand hat das Recht, den ersten Stein zu werfen, also den anderen für
schuldig zu erklären! Das kann nur Gott!
Was bedeutet das für uns?
GOTT hat uns
SEINE Liebe darin gezeigt, dass CHRISTUS der Schuldlose, die Strafe für unsere
Schuld, am Kreuz von Golgatha, stellvertretend für uns bezahlt hat. CHRISTUS
der Mensch gewordene SOHN GOTTES hat vollbracht, was wir nicht vermögen.
CHRISTUS hat unsere Schuld vor GOTT ausgelöscht.
Amen.
Antwort
der Gemeinde
Lied: O Herr, nimm unsre Schuld; GL 273, 1 und 2
Sündenbekenntnis
Bekennen wir gemeinsam unsere
Schuld
- vgl. RB S. 44
Ich bekenne Gott, dem
Allmächtigen,
und allen Brüdern und Schwestern,
dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe
- ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken
durch meine Schuld, durch meine Schuld,
durch meine große Schuld.
Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria,
alle Engel und Heilige
und euch, Brüder und Schwestern,
für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.
Friedensgruß:
Wir wünschen Frieden für die
ganze Welt und auch untereinander. Der Friede Gottes, der höher ist als unsere
Vernunft, er sei mit uns.
Geben wir einander ein Zeichen
dieses Friedens: Der Friede des Herrn sei allezeit mit uns!
Sonntäglicher
Lobpreis: (Gloria)
Lied: Wir glauben an den einen Gott; GL 832
Fürbitten:
Gott will
nicht den Tod des Sünders, sondern dass er sich bekehrt und lebt. So rufen wir
zu ihm:
§
Für alle Menschen, die in ihrem Leben einen Neuanfang versuchen: Indem sie
aufbrechen aus ihrer Heimat, wo Krieg und Hoffnungslosigkeit herrschen
Herr, erhöre unser Gebet ://
§
Für alle, die in dieser Fastenzeit ihren Glauben an Christus erneuern und
vertiefen wollen: Indem sie das Wort Gottes in der heiligen Schrift bewusst
hören, indem sie fasten und beten, indem sie das Bußsakrament empfangen.
Herr, …
§
Für alle, die unter einer schweren Schuld leiden und keinen Weg sehen, wie
sie herausfinden können: weil sie nicht glauben können, dass ihnen Vergebung
geschenkt wird, weil sie Angst haben vor Konsequenzen.
Herr, …
· Für alle Verstorbenen, die
diesen Weg schon vor uns gegangen sind: Verzeih ihnen ihre Schuld und zeige
ihnen deine ewige Herrlichkeit.
Herr, …
Heiliger
und erbarmender Gott. Du erhörst unsere Bitten und schenkst allen das Heil, die
es bei dir suchen. Dir sei Lob und Ehre, jetzt und in Ewigkeit. Amen
Übertragung
der Hostien vom Tabernakel zum Altar:
Lied: Heilig, heilig, heilig, heilig ist der Herr ; GL 388
Vater
unser:
Gott sagt ja zu uns. Gott
schickt uns seinen Sohn, damit wir seinen Wegen folgen. Vertrauensvoll sprechen
wir das Vater unser:
Kommunionspende:
Dieses Brot verbindet uns mit
der Eucharistiefeier vom letzten Sonntag. Es ist das Brot des Lebens.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg
die Sünde der Welt, …
Herr, ich bin nicht würdig,
dass du …
Jesus sagt:
Frau, hat dich keiner
verurteilt? – Keiner, Herr!
Auch ich verurteile dich
nicht! – Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!
Der Leib Christi
Danksagung:
Lied: Nun danket alle Gott; GL 405, 1 und 2
Schlussgebet:
Wir sind wieder am Ende dieses
Gottesdienstes angelangt und bedanken uns ganz herzlich für Ihr Kommen und
Mitfeiern!
Am Ende bleibt uns, Ihnen noch einen schönen
Sonntag und eine gute Woche zu wünschen!
Bekanntgaben/Intensionen:
Segensbitte/Segen:
Dazu wollen
wir Gott um seinen Segen bitten:
·
Gott segne uns mit Gesten der Liebe
·
Gott segne uns mit Worten der Vergebung
·
Gott segne uns mit der Kraft des Glaubens
Lass uns
immer lebendige Glieder deiner Kirche bleiben! Darum bitten wir den Vater,
den … +
Gehen wir
in Gottes Frieden!
Marienlied: Maria, dich lieben; GL 521, 1, 3, 4, 6