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Fastenzeit LesejahrC

2. Sonntag in der Fastenzeit

3/13/2025 (Klaus Völker, Seniorenheim Stift Sankt Martin Bingen )

Ablaufplan

Wortgottesfeier

am Sonntag, 16.03.25, 10.15 h (zweiter Fastensonntag), Lesejahr C

(WGF-Leiter:  Hiltrud Bollenbach / Klaus Völker)

Seniorenheim Stift Sankt Martin Bingen / Pfarrei heilige Hildegard von Bingen, Rhein und Nahe / Bistum Mainz

 

Thema: „Verklärung Jesu“

 

Eingangslied: Ich will dich lieben; GL 358

Begrüßung:

Guten Morgen und herzlich willkommen zu diesem Gottesdienst! Wir freuen uns, dass Sie wieder so zahlreich mit uns feiern wollen. Es ist der zweite Fastensonntag und er steht unter dem Thema: Verklärung Jesu.

Beginnen wir im Namen des Vaters, … +

 

Einleitung:

„Ist doch ganz klar!“, so sagen wir manchmal, wenn uns etwas sofort einleuchtet und wir dazu keine Fragen haben. Aber oftmals sind Dinge im Leben völlig unklar und bedürfen erst einer Deutung.

Dieser Wortgottesdienst steht im Zeichen eines biblischen Geschehens, welches wir die „Verklärung“ nennen. Jesus erscheint seinen Jüngern plötzlich in einem völlig neuen Licht! (Stille)

Dass sein Licht auch in unserem Leben leuchtet, das erbitten wir im Kyrie.

Kyrie:

·       Gott, du hast uns geboten, auf deinen Sohn zu hören.

Kyrie eleison ://

·       Nähre uns mit deinem Wort und reinige unsere Augen, damit wir fähig werden, deine Herrlichkeit zu erkennen.

Christe eleison ://

·       Lass sein Licht auch unser Leben erleuchten.

Kyrie eleison ://

 

Lied: Morgenstern der finstern Nacht; GL 372,

 

Einstimmung auf die Bibeltexte:

Manchmal wüssten wir wohl gerne im Voraus, wie etwas ausgeht, wohin sich die Dinge entwickeln. Das gilt derzeit besonders für den Krieg, der gerade nicht nur die Ukraine betrifft, sondern die ganze Welt in Atem hält: Wir wüssten gerne, wann die Tragödie ein Ende hat. Aber wir können nur Tag für Tag bangen - hoffen - und beten.

Die Schriften des heutigen 2. Fastensonntags können das Leid zwar nicht abkürzen oder gar beenden, es unterstreicht aber die Bedeutung Jesu für alle Situationen des Lebens, auch unseres Lebens!

Nach der Leidensankündigung schildert der Evangelist die Verklärung Jesu, die Bestätigung seiner Herrlichkeit. Und die Jünger können – bei aller Dramatik – ihren Weg mit Jesus anders sehen und selbst anders weitergehen.

 

Lesung:

Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philíppi.

Schwestern und Brüder!
Unsere Heimat ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich auch alles unterwerfen kann.
Darum, meine geliebten Brüder und Schwestern, nach denen ich mich sehne, meine Freude und mein Ehrenkranz, steht fest im Herrn!

Wort des lebendigen Gottes

 

Zwischengesang:

Der Herr ist mein Licht und mein Heil. ://

Der Herr ist mein Licht und mein Heil:
Vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die Zuflucht meines Lebens:
Vor wem sollte mir bangen?

Der Herr ist mein Licht und mein Heil


Höre, Herr, meine Stimme, wenn ich rufe; 
sei mir gnädig und gib mir Antwort!
Mein Herz denkt an dich: „Suchet mein Angesicht!“
Dein Angesicht, Herr, will ich suchen. Verbirg nicht dein Angesicht vor mir.

Der Herr …


Weise deinen Knecht im Zorn nicht ab!
Du wurdest meine Hilfe. Verstoß mich nicht, verlass mich nicht, 
du Gott, meines Heiles!
Ich bin gewiss, zu schauen 
die Güte des Herrn im Land der Lebenden.

Der Herr …


Hoffe auf den Herrn, sei stark, und fest sei dein Herz!
Und hoffe auf den Herrn!

Der Herr …

 

Halleluja-Ruf:

Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir! 
Aus der leuchtenden Wolke rief die Stimme des Vaters:
Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!

 

Evangelium:

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus mit sich
und stieg auf einen Berg, um zu beten.
Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes und sein Gewand wurde leuchtend weiß.
Und siehe, es redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elíja; sie erschienen in Herrlichkeit und sprachen von seinem Ende,
das sich in Jerusalem erfüllen sollte.
Als diese sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen,
eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja.
Er wusste aber nicht, was er sagte.
Während er noch redete, kam eine Wolke und überschattete sie.
Sie aber fürchteten sich, als sie in die Wolke hineingerieten.
Da erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein auserwählter Sohn, auf ihn sollt ihr hören.
Während die Stimme erscholl, fanden sie Jesus allein.
Und sie schwiegen und erzählten in jenen Tagen niemandem von dem, was sie gesehen hatten.

Evangelium, frohe Botschaft unseres Herrn, Jesus Christus

 

Auslegung:

 

Es gibt im Leben manchmal „Sternstunden.“ Da erleben wir etwas so Wunderbares, dass es alles andere in den Schatten stellt. Wir können lange davon zehren: Die erste große Liebe im Leben, die Geburt des Kindes, eine ganz besonders beeindruckende Reise oder auch das Erleben von Gemeinschaft und Einheit können solche Erfahrungen sein.

Eine Sternstunde ist es auch, was die drei Apostel auf dem Berg erleben. Sie sehen Jesus auf einmal in einem anderen, ganz neuen Licht, und sind davon überwältigt.

Wie lässt sich dieses Geschehen begreifen – auch für uns? Im Grunde erscheint Jesus hier schon im Licht von Ostern. Für einen kurzen Moment leuchtet hier auf, wer Jesus wirklich ist: Nicht nur der jüdische Wanderprediger, der mit seinen Jüngern durch die Lande zieht, sondern der auserwählte Sohn des himmlischen Vaters.

Aber die Verklärung ist nur vorübergehend. Der Weg führt wieder den Berg hinab – nach Jerusalem. Dort wartet das Kreuz auf Jesus. Die drei selben Jünger werden dabei sein, wenn Jesus auf dem Ölberg Todesangst erleidet. Dann wird nichts, aber auch gar nichts mehr von dem göttlichen Glanz auf seinem Antlitz zu sehen sein.

Aber die Verklärung auf dem Berg hat die Apostel ein Licht schauen lassen, dem nicht einmal die Dunkelheit des Todes etwas anhaben kann.

Auch in unserem Glauben können wir Sternstunden haben. Dann leuchtet auf, dass wir nicht nur irdische Wesen sind, sondern Gottes geliebte Kinder, von ihm erschaffen und auserwählt.

Habe ich schon erfahren, dass der Glaube auch mein Leben hell machen kann? Amen.

 

Antwort der Gemeinde

Lied: Meine Hoffnung und meine Freude; GL 365, 2 x

 

Glaubensbekenntnis

Bekennen wir gemeinsam unseren Glauben

(GL 3; 4 - S. 34)

Friedensgruß:

Jesus ist unser Friede. Seine Jünger hat er begrüßt mit „Frieden“. So geben wir auch uns ein Zeichen dieses Friedens:

Der Friede des Herrn sei allezeit mit uns

Sonntäglicher Lobpreis:

(Gloria)

Wir haben Gottes Wort gehört. Seit Anbeginn der Zeiten spricht Gott zu den Menschen. Dafür lasst uns Gott loben und preisen.

Gott, unser Vater, wir leben nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort aus deinem Munde.

Durch dein Wort hast du die Welt erschaffen, durch dein Wort hast du alles ins Leben gerufen.

Wir loben dich, wir preisen dich.

Auf dein Wort hast du den Bund mit Israel begründet. Du hast Mose das Wort deiner Treue anvertraut als Halt und Weisung für dein Volk, als Kraft und Stärkung für dein Erbe.

Wir loben dich …

Dazu hast die Propheten berufen als Künder deiner Liebe. Durch dein Wort mahnten sie das Volk zu Umkehr und Buße, sagten an dein Gericht, spendeten Trost in Not und Bedrängnis.

 Wir loben …

Du hast deinen Sohn gesandt: Das ewige Wort am Herzen des Vaters. Gnade und Wahrheit kamen durch ihn. Geist und Leben sind seine Worte. Um das Werk deines Sohnes zu vollenden, hast du den Heiligen Geist ausgegossen, damit er uns alles lehre und uns stärke zum Zeugnis des Glaubens.

Wir loben …

In diesen Lobpreis lasst uns einstimmen!

Hymnus:

Lied: Heilig ist Gott in Herrlichkeit; GL 199

 

Fürbitten:

In jedem von uns gibt es die Sehnsucht nach Veränderung, nach Verwandlung im Leben. Weil wir glauben, dass Gott das Ziel unserer Sehnsucht ist, kommen wir mit unseren Anliegen zu ihm und rufen:

·       Für die Menschen, die unter den Kriegen in der ganzen Welt zu leiden haben, und für alle, die fieberhaft um ein Ende von Tod und Zerstörung ringen: Um Kraft und Hoffnung in dieser Aussichtslosigkeit.

Wir bitten dich, …

·       Für alle kranken Menschen, die sich nach Linderung ihrer Schmerzen und nach neuer Lebenskraft sehnen: Um deinen heilenden Geist und die Erfahrung echter Zuwendung.

Wir bitten dich, …

·       Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und alle Menschen in sozialen und Pflegeberufen und im Ehrenamt: Um einen langen Atem in ihrem hilfsbereiten Tun und neue Kraft in der Ermüdung.

Wir bitten dich, …

·       Für alle unsere lieben Verstorbenen: Um die Erfüllung ihrer Sehnsucht und das ewige Leben bei dir.

Wir bitten ich, …

Guter Vater, wir danken dir, dass du ein Gott des Lebens und der Zukunft bist. Sei gepriesen in Ewigkeit. A Amen.

Übertragung der Hostien vom Tabernakel zum Altar:

 

Lied: Was uns die Erde Gutes spendet; GL 186, 1 - 3

 

 

Vater unser:

Wir heißen Kinder Gottes und sind es. Und wir sind Brüder und Schwestern in Christus. So lasst uns miteinander beten, wie auch Jesus gebetet hat:

Kommunionspende:

Der Leib des Herrn, den wir gleich empfangen dürfen, verbindet uns mit der letzten Eucharistiefeier hier im Stift Sankt Martin.

Hier ist das Brot des Lebens, das hinwegnimmt die Sünden der Welt:

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt …://

Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.

Der Leib Christi

Danksagung:

 

Lied: Sonne der Gerechtigkeit: GL 481, 1, 2

Am Ende des Gottesdienstes möchten wir uns wieder herzlich bei Ihnen bedanken für Ihr Kommen und Mitfeiern!

Wir wünschen noch eine angenehme Woche und verabschieden uns bis zum nächsten Mal!

 

Schlussgebet:

Lasset uns zum Schluss Gott um seinen Segen bitten:

Die Wolke ist Sinnbild der Gottesnähe. Man sieht ihn nicht, so wie wir im Nebel die uns umgebende Wirklichkeit nicht sehen. Die Stimme aus der Wolke: „Dieser ist mein auserwählter Sohn – auf ihn sollt ihr hören!“, kann uns aber Leitbild sein, uns auffordern, für ihn Zeugnis zu geben.

Wir wissen: Unsere Heimat ist im Himmel. Von dort erwarten wir Jesus Christus, unseren Herrn und Retter.

Hören wir auf ihn und auf Gottes Wort. Stehen wir fest im Herrn!

 

Bekanntgaben/Intensionen:

Segensbitte/Segen:

Das gewähre uns Gott, der Vater, … +

Gehen wir in seinem Frieden!

 

Lied: Maria, dich lieben; GL 521, 1 , 3, 6