Ablaufplan
Wortgottesfeier
am Sonntag, 16.03.25, 10.15 h (zweiter Fastensonntag), Lesejahr C
(WGF-Leiter: Hiltrud
Bollenbach / Klaus Völker)
Seniorenheim
Stift Sankt Martin Bingen / Pfarrei heilige Hildegard von Bingen, Rhein und
Nahe / Bistum Mainz
Thema:
„Verklärung Jesu“
Eingangslied:
Ich will dich lieben; GL 358
Begrüßung:
Guten Morgen und herzlich
willkommen zu diesem Gottesdienst! Wir freuen uns, dass Sie wieder so zahlreich
mit uns feiern wollen. Es ist der zweite Fastensonntag und er steht unter dem
Thema: Verklärung Jesu.
Beginnen wir im Namen des
Vaters, … +
Einleitung:
„Ist doch ganz klar!“, so
sagen wir manchmal, wenn uns etwas sofort einleuchtet und wir dazu keine Fragen
haben. Aber oftmals sind Dinge im Leben völlig unklar und bedürfen erst einer Deutung.
Dieser Wortgottesdienst
steht im Zeichen eines biblischen Geschehens, welches wir die „Verklärung“
nennen. Jesus erscheint seinen Jüngern plötzlich in einem völlig neuen Licht! (Stille)
Dass sein Licht auch in
unserem Leben leuchtet, das erbitten wir im Kyrie.
Kyrie:
·
Gott,
du hast uns geboten, auf deinen Sohn zu hören.
Kyrie
eleison ://
·
Nähre
uns mit deinem Wort und reinige unsere Augen, damit wir fähig werden, deine
Herrlichkeit zu erkennen.
Christe
eleison ://
·
Lass
sein Licht auch unser Leben erleuchten.
Kyrie
eleison ://
Lied:
Morgenstern der finstern Nacht; GL 372,
Einstimmung
auf die Bibeltexte:
Manchmal
wüssten wir wohl gerne im Voraus, wie etwas ausgeht, wohin sich die Dinge
entwickeln. Das gilt derzeit besonders für den Krieg, der gerade nicht nur die
Ukraine betrifft, sondern die ganze Welt in Atem hält: Wir wüssten gerne, wann
die Tragödie ein Ende hat. Aber wir können nur Tag für Tag bangen - hoffen - und
beten.
Die
Schriften des heutigen 2. Fastensonntags können das Leid zwar nicht abkürzen
oder gar beenden, es unterstreicht aber die Bedeutung Jesu für alle Situationen
des Lebens, auch unseres Lebens!
Nach
der Leidensankündigung schildert der Evangelist die Verklärung Jesu, die
Bestätigung seiner Herrlichkeit. Und die Jünger können – bei aller Dramatik –
ihren Weg mit Jesus anders sehen und selbst anders weitergehen.
Lesung:
Lesung aus dem
Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Philíppi.
Schwestern und
Brüder!
Unsere Heimat ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den
Herrn, als Retter, der unseren armseligen Leib verwandeln wird in die Gestalt
seines verherrlichten Leibes, in der Kraft, mit der er sich auch alles
unterwerfen kann.
Darum, meine geliebten Brüder und Schwestern, nach denen ich mich sehne, meine
Freude und mein Ehrenkranz, steht fest im Herrn!
Wort des
lebendigen Gottes
Zwischengesang:
Der Herr ist mein
Licht und mein Heil. ://
Der Herr ist mein
Licht und mein Heil:
Vor wem sollte ich mich fürchten?
Der Herr ist die
Zuflucht meines Lebens:
Vor wem sollte mir bangen?
Der Herr ist mein Licht und mein Heil
Höre, Herr, meine Stimme,
wenn ich rufe;
sei mir gnädig und gib mir Antwort!
Mein Herz denkt an dich: „Suchet mein Angesicht!“
Dein Angesicht, Herr, will
ich suchen. Verbirg nicht dein Angesicht vor mir.
Der Herr …
Weise deinen Knecht im Zorn nicht ab!
Du wurdest meine Hilfe. Verstoß mich nicht, verlass mich nicht,
du Gott, meines Heiles!
Ich bin gewiss, zu schauen
die Güte des Herrn im
Land der Lebenden.
Der Herr …
Hoffe auf den Herrn, sei
stark, und fest sei dein Herz!
Und hoffe auf den Herrn!
Der Herr …
Halleluja-Ruf:
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!
Aus der leuchtenden Wolke rief die Stimme des Vaters:
Das ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hören.
Christus, du ewiges Wort des Vaters, Ehre sei dir!
Evangelium:
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.
In jener Zeit nahm Jesus Petrus, Johannes und Jakobus mit sich
und stieg auf einen Berg, um zu beten.
Und während er betete, veränderte sich das Aussehen seines Gesichtes und sein
Gewand wurde leuchtend weiß.
Und siehe, es redeten zwei Männer mit ihm. Es waren Mose und Elíja; sie
erschienen in Herrlichkeit und sprachen von seinem Ende,
das sich in Jerusalem erfüllen sollte.
Als diese sich von ihm trennen wollten, sagte Petrus zu Jesus: Meister, es ist
gut, dass wir hier sind. Wir wollen drei Hütten bauen,
eine für dich, eine für Mose und eine für Elíja.
Er wusste aber nicht, was er sagte.
Während er noch redete, kam eine Wolke und überschattete sie.
Sie aber fürchteten sich, als sie in die Wolke hineingerieten.
Da erscholl eine Stimme aus der Wolke: Dieser ist mein auserwählter Sohn, auf
ihn sollt ihr hören.
Während die Stimme erscholl, fanden sie Jesus allein.
Und sie schwiegen und erzählten in jenen Tagen niemandem von dem, was sie
gesehen hatten.
Evangelium, frohe Botschaft unseres Herrn, Jesus Christus
Auslegung:
Es gibt im
Leben manchmal „Sternstunden.“ Da erleben wir etwas so Wunderbares, dass es
alles andere in den Schatten stellt. Wir können lange davon zehren: Die erste
große Liebe im Leben, die Geburt des Kindes, eine ganz besonders beeindruckende
Reise oder auch das Erleben von Gemeinschaft und Einheit können solche
Erfahrungen sein.
Eine
Sternstunde ist es auch, was die drei Apostel auf dem Berg erleben. Sie sehen
Jesus auf einmal in einem anderen, ganz neuen Licht, und sind davon
überwältigt.
Wie lässt
sich dieses Geschehen begreifen – auch für uns? Im Grunde erscheint Jesus hier
schon im Licht von Ostern. Für einen kurzen Moment leuchtet hier auf, wer Jesus
wirklich ist: Nicht nur der jüdische Wanderprediger, der mit seinen Jüngern
durch die Lande zieht, sondern der auserwählte Sohn des himmlischen Vaters.
Aber die
Verklärung ist nur vorübergehend. Der Weg führt wieder den Berg hinab – nach
Jerusalem. Dort wartet das Kreuz auf Jesus. Die drei selben Jünger werden dabei
sein, wenn Jesus auf dem Ölberg Todesangst erleidet. Dann wird nichts, aber
auch gar nichts mehr von dem göttlichen Glanz auf seinem Antlitz zu sehen sein.
Aber die
Verklärung auf dem Berg hat die Apostel ein Licht schauen lassen, dem nicht
einmal die Dunkelheit des Todes etwas anhaben kann.
Auch in
unserem Glauben können wir Sternstunden haben. Dann leuchtet auf, dass wir
nicht nur irdische Wesen sind, sondern Gottes geliebte Kinder, von ihm
erschaffen und auserwählt.
Habe ich
schon erfahren, dass der Glaube auch mein Leben hell machen kann? Amen.
Antwort
der Gemeinde
Lied:
Meine Hoffnung und meine Freude; GL 365,
2 x
Glaubensbekenntnis
Bekennen wir gemeinsam
unseren Glauben
(GL 3; 4 - S. 34)
Friedensgruß:
Jesus ist unser Friede.
Seine Jünger hat er begrüßt mit „Frieden“. So geben wir auch uns ein Zeichen
dieses Friedens:
Der Friede des Herrn sei
allezeit mit uns
Sonntäglicher
Lobpreis:
(Gloria)
Wir haben Gottes Wort
gehört. Seit Anbeginn der Zeiten spricht Gott zu den Menschen. Dafür lasst uns
Gott loben und preisen.
Gott, unser Vater, wir
leben nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort aus deinem Munde.
Durch dein Wort hast du
die Welt erschaffen, durch dein Wort hast du alles ins Leben gerufen.
Wir loben dich, wir
preisen dich.
Auf dein Wort hast du den
Bund mit Israel begründet. Du hast Mose das Wort deiner Treue anvertraut als
Halt und Weisung für dein Volk, als Kraft und Stärkung für dein Erbe.
Wir loben dich …
Dazu hast die Propheten
berufen als Künder deiner Liebe. Durch dein Wort mahnten sie das Volk zu Umkehr
und Buße, sagten an dein Gericht, spendeten Trost in Not und Bedrängnis.
Wir loben …
Du hast deinen Sohn
gesandt: Das ewige Wort am Herzen des Vaters. Gnade und Wahrheit kamen durch
ihn. Geist und Leben sind seine Worte. Um das Werk deines Sohnes zu vollenden,
hast du den Heiligen Geist ausgegossen, damit er uns alles lehre und uns stärke
zum Zeugnis des Glaubens.
Wir loben …
In diesen Lobpreis lasst
uns einstimmen!
Hymnus:
Lied:
Heilig ist Gott in Herrlichkeit; GL 199
Fürbitten:
In jedem von uns gibt es
die Sehnsucht nach Veränderung, nach Verwandlung im Leben. Weil wir glauben,
dass Gott das Ziel unserer Sehnsucht ist, kommen wir mit unseren Anliegen zu
ihm und rufen:
· Für die Menschen, die
unter den Kriegen in der ganzen Welt zu leiden haben, und für alle, die
fieberhaft um ein Ende von Tod und Zerstörung ringen: Um Kraft und Hoffnung in
dieser Aussichtslosigkeit.
Wir bitten
dich, …
· Für alle kranken
Menschen, die sich nach Linderung ihrer Schmerzen und nach neuer Lebenskraft
sehnen: Um deinen heilenden Geist und die Erfahrung echter Zuwendung.
Wir bitten
dich, …
· Für alle
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und alle Menschen in sozialen und Pflegeberufen
und im Ehrenamt: Um einen langen Atem in ihrem hilfsbereiten Tun und neue Kraft
in der Ermüdung.
Wir bitten dich, …
· Für alle unsere lieben
Verstorbenen: Um die Erfüllung ihrer Sehnsucht und das ewige Leben bei dir.
Wir bitten
ich, …
Guter
Vater, wir danken dir, dass du ein Gott des Lebens und der Zukunft bist. Sei
gepriesen in Ewigkeit. A Amen.
Übertragung
der Hostien vom Tabernakel zum Altar:
Lied:
Was uns die Erde Gutes spendet; GL 186,
1 - 3
Vater
unser:
Wir heißen Kinder Gottes
und sind es. Und wir sind Brüder und Schwestern in Christus. So lasst uns
miteinander beten, wie auch Jesus gebetet hat:
Kommunionspende:
Der Leib des Herrn, den
wir gleich empfangen dürfen, verbindet uns mit der letzten Eucharistiefeier
hier im Stift Sankt Martin.
Hier ist das Brot des
Lebens, das hinwegnimmt die Sünden der Welt:
Lamm Gottes, du nimmst
hinweg die Sünde der Welt …://
Herr, ich bin nicht
würdig, dass du eingehst unter mein Dach, aber sprich nur ein Wort, so wird
meine Seele gesund.
Der Leib Christi
Danksagung:
Lied:
Sonne der Gerechtigkeit: GL 481, 1, 2
Am Ende des Gottesdienstes möchten wir
uns wieder herzlich bei Ihnen bedanken für Ihr Kommen und Mitfeiern!
Wir wünschen noch eine angenehme Woche
und verabschieden uns bis zum nächsten Mal!
Schlussgebet:
Lasset uns zum Schluss Gott um seinen
Segen bitten:
Die Wolke ist Sinnbild der Gottesnähe.
Man sieht ihn nicht, so wie wir im Nebel die uns umgebende Wirklichkeit nicht
sehen. Die Stimme aus der Wolke: „Dieser ist mein auserwählter Sohn – auf ihn
sollt ihr hören!“, kann uns aber Leitbild sein, uns auffordern, für ihn Zeugnis
zu geben.
Wir wissen: Unsere Heimat ist im Himmel.
Von dort erwarten wir Jesus Christus, unseren Herrn und Retter.
Hören wir auf ihn und auf Gottes Wort.
Stehen wir fest im Herrn!
Bekanntgaben/Intensionen:
Segensbitte/Segen:
Das gewähre uns Gott, der Vater, … +
Gehen wir in seinem Frieden!
Lied: Maria, dich lieben; GL 521, 1 , 3, 6