Wort-Gottes-Feier am 02. September 2007 in Billigheim 

„Die auf den letzten Plätzen hatten das Glück“

Eröffnung

 

Einzug                          GL 249,1, 2, 4 „Der Geist des Herrn erfüllt das All“

Begrüßung

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes. - Amen. 

Ich möchte Sie und Euch alle hier zur ersten Wort-Gottes-Feier am Sonntag in Billigheim recht herzlich willkommen heißen.

Wortgottesdienst miteinander feiern heißt: Gott in seinem gesprochenen Wort begegnen wollen. Dies ist mehr als nur irgendein gesprochenes Wort. In ihm wird GOTT SELBST bei den Menschen gegenwärtig. Denn Gott ist es, der auf uns zukommt, der mit uns Beziehung aufnimmt.

Heute werden die Kinder ein Spielstück vorführen, das sehr eng mit dem Evangelium zusammenhängt. Es heißt: „Die auf den letzten Plätzen hatten das Glück.“

Auch Jesus wird uns heute im Evangelium darüber ein Gleichnis erzählen.

Kyrie

Jetzt grüßen wir den Herrn, der unsere Fehler und Schwächen kennt im Kyrie und bitten um sein Erbarmen:

Herr erbarme dich            -        Herr erbarme dich

Christus erbarme dich       -        Christus erbarme dich

Herr erbarme dich            -        Herr erbarme dich

Tagesgebet

Lasset uns beten.

Allmächtiger Gott,

von dir kommt alles Gute.

Pflanze in unser Herz

die Liebe zu deinem Namen ein.

Binde uns immer mehr an dich,

damit in uns wächst, was gut und heilig ist.

Wache über uns und erhalte, was du gewirkt hast.

Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Amen

Verkündigung des Wortes Gottes

 

Lesung                                                                        Hebr 12, 18-19.22-24a

Brüder!

18 Ihr seid nicht zu einem sichtbaren, lodernden Feuer hingetreten, zu dunklen Wolken, zu Finsternis und Sturmwind,

19 zum Klang der Posaunen und zum Schall der Worte, bei denen die Hörer flehten, diese Stimme solle nicht weiter zu ihnen reden;

22 Ihr seid vielmehr zum Berg Zion hingetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu Tausenden von Engeln, zu einer festlichen Versammlung

23 und zur Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind; zu Gott, dem Richter aller, zu den Geistern der schon vollendeten Gerechten,

24a zum Mittler eines neuen Bundes.

Zwischengesang  GL 270 1, 3 „Kommt herbei, singt dem Herrn“

Erste Spiel-Szene (statt 2. Lesung)

Eine Gruppe von Fußballfans läuft durch den Altarraum. Sie begegnen zwei weiteren Kindern. Eines von letzteren sagt:

1. Kind:

Hallo, Bayern-Fans. Wohin geht ihr denn schon so früh?

Fan:

Du kannst vielleicht fragen, Mann! Zum Endspiel natürlich. Wäre doch gelacht, wenn Bayern nicht wieder Deutscher Meister würde.

2. Kind:

Aber es ist doch erst zehn Uhr! Das Stadion öffnet doch erst in drei Stunden.

Weiterer Fan:

Na und? Wir wollen dieses Mal unbedingt einen Platz ganz vorne ergattern. Koste es, was es wolle! Weißt du, wir sind nämlich wild auf das Trikot vom Schweinsteiger. Wenn wir einen der besten Plätze haben, gelingt es uns vielleicht, es zu ergattern. Das wäre Klasse! Tschüß dann, wir müssen weiter. Drückt uns die Daumen.

1. Kind:

Tschüß ihr. Viel Glück.

Der Fanclub und die Kinder gehen in entgegengesetzter Richtung ab.

Halleluja              GL 530,7

 

Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir;
denn ich bin gütig und von Herzen demütig.

Evangelium

Aus dem  heiligen Evangelium nach Lukas

Als Jesus an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen kam, beobachtete man ihn genau.

Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, nahm er das zum Anlass, ihnen eine Lehre zu erteilen. Er sagte zu ihnen:

Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist, such dir nicht den Ehrenplatz aus. Denn es könnte ein anderer eingeladen sein, der vornehmer ist als du,

und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen.

Wenn du also eingeladen bist, setz dich lieber, wenn du hinkommst, auf den untersten Platz; dann wird der Gastgeber zu dir kommen und sagen: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen.

Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, so lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten.

Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein.

Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Zweite Spielszene (Auslegung)

Die Gruppen begegnen einander wieder im Altarraum. Der Fanclub wirkt niedergeschlagen.

1. Kind:

Hei, was ist denn mit euch los? Freut ihr euch gar nicht? Bayern hat doch gerade 3:1 gewonnen! Wir sind Deutscher Meister!

Fan (mürrisch):

Doch, schon. Wirklich prima.

2. Kind:

Und warum seht ihr so aus, als sei euch eine Laus über die Leber gelaufen?

Weiterer Fan:

So ein Mist. Wir hatten uns die besten Plätze erkämpft. Ganz vorne; konnten alles super sehen. Und was macht der Schweinsteiger nach dem Spiel? Er schmeißt sein Trikot ganz nach hinten! Die auf den letzten Plätzen, die hatten das Glück!

Anderer Fan:

Mit unserem Drängeln haben wir genau das Gegenteil erreicht von dem, was wir wollten.

Die Kinder haben uns gerade eine Situation vorgeführt, in der diejenigen, die auf den letzten Plätzen saßen, Glück hatten.

Ich möchte Ihnen nun Zeit geben, um über folgende Fragen nachzudenken:

  • Wo gab es in meinem Leben schon Situationen, bei denen ich der erste sein wollte?
  • Kenne ich das Gefühl, zu kurz zu kommen?
  • Wann nehme ich mich wichtig?

Antwort der Gemeinde

 

Glaubensbekenntnis

Friedenszeichen

Jesus Christus ist unser Friede und unsere Versöhnung. Friede mit ihm ist die Quelle des Friedens unter uns Menschen. Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens.

Kollekte

Die Verbundenheit, die wir im Friedensgruß bekundet haben, geht über unsere Gemeinde hinaus. Dies wird auch in unserer Kollekte sichtbar, die heute bestimmt ist für

 

Gloria                            GL 464 „Gott in der Höh“

Wir haben Gottes Wort gehört. Im Lobpreis geben wir ihm Antwort. Wir vereinen uns mit allen auf der Erde, die heute den Tag des Herrn feiern und singen das Gloria.

Lobpreis und Bitte

 

Fürbitten

Herr Jesus Christus, du hast gesagt: „Setz dich nicht auf den besten Platz.“ Leider steckt uns aber der Drang im Blut, immer die ersten sein zu wollen. Darum bitten wir dich:

Jesus, manchmal krempeln wir die Ärmel hoch und schaffen uns nach vorne, ohne uns zu besinnen, ob wir das wirklich wollen. Schenke uns Besonnenheit.

Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.

Jesus, die besten Plätze verführen uns immer wieder zur Überheblichkeit. Wir glauben besser zu sein als »die da hinten«. Schenke uns ein offenes Herz für einander.

Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.

Jesus, manchmal glauben wir, ein Recht zu haben auf das Beste in dieser Welt. Dabei vergessen wir leider oft, was du uns tagtäglich schon schenkst. Schenke uns Dankbarkeit.

Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.

Jesus, so vielen Menschen auf der Erde fehlt das Allernötigste. Sie haben einfach nichts. Hilf uns, sie nicht zu vergessen und ihnen Platz zu machen, da wo wir es können.

Alle: Wir bitten dich, erhöre uns.

Denn du, Herr, bist für alle Menschen ein treuer und liebender Gott. Du übersiehst uns nicht in unserer Trägheit und Hilflosigkeit. Deine Liebe ist groß genug für alle. Der du lebst und liebst in Ewigkeit. Amen.

Vater unser

Wir wollen nun das Gebet Jesu miteinander sprechen: Vater unser im Himmel…

Loblied                GL 267, 1 – 3 „Nun danket all und bringet Ehr“

Abschluss

Mitteilung:

Segensbitte

Der Herr segne uns und behüte uns. Der Herr lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig. Der Herr wende uns sein Angesicht zu und schenke uns seinen Frieden. Alle: Amen.

Und der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes komme auf uns herab und bleibe bei uns allezeit. Alle: Amen.

Singet Lob und Preis.

A.: Dank sei Gott, dem Herrn.

Entlassung          GL 830,1,2 „Du Herr gabst uns dein festes Wort“

Auszug

Anspiel und Fürbitten aus:

* Seeberger, Anton (Hrsg): Eure Kinder dürfen mitziehen – 22. Sonntag im Jahreskreis;