Wort-Gottes-Feier am Sonntag der Weltmission , 30C

 

»Vorbereitung:

alle sitzen im Kreis, Stühle aufstellen

Für die vorgeschlagene besondere Gestaltung der Eröffnung

werden benötigt:

– eine Weltkugel (Globus oder Erdball)

– eine (afrikanische) Trommel

– eine Schale Reis

– eine Palme oder palmenähnliche Pflanze oder Ananas

– das Plakat zum Weltmissionssonntag

– ein Bild oder Symbol (z. B. Gemeindebrief)

– welches unsere Gemeinde darstellt.

Diese Gegenstände werden nach dem Einführungswort

In die Mitte auf ein großes gelbes Tuch gelegt.

 

Eröffnung, Kreuzzeichen

Eingangslied :GL 644 Sonne der Gerechtigkeit

Einführung

Der heutige Weltmissionssonntag steht unter dem Motto: „Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet die Frohe Botschaft“. Unser Blick wird auf Ulan Bator, die Hauptstadt der Mongolei gelenkt, wo Christen und Christinnen unter

schwierigen Bedingungen von ihrem Glauben Zeugnis geben.

 

Die Frohe Botschaft des Lebens in Fülle zu verkünden, bedeutet,

·        sich für die Würde aller Menschen, besonders der benachteiligten einzusetzen.

·        diese bei ihrem täglichen Kampf um gerechte Lebensbedingungen und um Ausbildung für ihre Kinder und bei ihren Bemühungen um Frieden zu unterstützen.

·        solidarisch zu handeln über die Grenzen von Hautfarben, Sprachen und Kulturen hinweg.

·        Zeugnis zu geben von unserem Glauben an Jesus Christus, der Hoffnung und Leben schenkt.

Wo das geschieht, wird Gottes Reich sichtbar!

Am heutigen Sonntag der Weltmission werden wir daran erinnert, dass

·        auch wir Teil der Weltkirche

·        und eingeladen sind, mit unseren Schwestern und Brüdern weltweit die Frohe Botschaft zu verkünden

·        und uns für eine gerechte und friedvolle Welt einzusetzen

 

Zeichenhandlung zur Eröffnung

R nimmt Weltkugel

Wir legen die Weltkugel als Zeichen für unsere Eine Welt in unsere Mitte. Aus verschiedenen Kulturen und Kontinenten bilden wir eine geschwisterliche Gemeinschaft.

 

M nimmt Trommel

Die Trommel erzählt von der Vielfalt der afrikanischen Kulturen und ruft uns zum Fest, zu dem alle Menschen geladen sind.

 

R nimmt eine Schale Reis

Der Reis erinnert uns an die Arbeit der Menschen in Asien,

Reis wendet bittere Not ab und lädt uns ein zum Teilen,

damit alle in einer neuen Welt der Gerechtigkeit

und des Friedens wohnen können.

 

M nimmt Palme oder exotische Frucht

Die Palme erinnert uns an Ozeanien und an die Pracht der Schöpfung, die uns übergeben ist, damit wir sie erhalten und bewahren.

 

R: Das Plakat zum Weltmissionssonntag 

zeigt uns Bischof Padilla und seine Gemeinde aus der Mongolei. Sie teilen mit uns die Freude und Begeisterung des Glaubens an Jesus Christus

 

M: Die Chronik aus unserer Gemeinde ist ein Zeichen für die Lebendigkeit unseres Glaubens und unserer Zugehörigkeit zur Weltkirche.

 

Christusrufe

GL 495,7 Herr Jesus, du rufst die Menschen, dir zu folgen

 

Eröffnungsgebet , S. 151

 

R: Erste Lesung Sir 35,15b-17.20-22a

 

Lied: Meine Hoffnung und meine Freude 956,3

 

R: Zweite Lesung 2 Tim 4, 6-8.16-18

 

Halleluja

 

Evangelium: Lk 18, 9-14

 

 

Auslegung und Deutung

 

R: Nach diesem Evangelium stellt sich mir eine Frage. Mission kommt doch aus dem Lateinischen und heißt „entsenden“. Natürlich brauchen wir Mission in den Ländern, die nichts von Gott wissen, die müssen bekehrt werden (siehe Weltkugel)

Aber was geht uns das an? (siehe Chronik)

Wir leben doch im katholischen Oberbayern

Wir kennen uns aus im Glauben.
Haben wir denn eine Mission überhaupt noch notwendig?

 

2. M: Mission ist notwendig:

Wenn Du diese Gedanken ansprichst, da gibt mir das Gleichnis vom Pharisäer und vom Zöllner schon zu denken.

Bilden wir uns nicht auch manchmal etwas viel ein?

meinen, wir sind recht fromm wissen schon alles

kommen uns recht toll vor

glauben, wir sind besser als die anderen, die nicht glauben

         oder anders glauben

Jesus beschreibt das Gebet des Pharisäers:

         Spricht nur zu sich selbst

         Stellt sich über den Zöllner

Zählt auf, wie toll er ist

kreist nur um sich selbst

führt keinen Dialog, sondern Monolog

Da entsteht keine Beziehung

keine Verwandlung

der Glaube ist nicht wirklich lebendig

 

Anders der Zöllner

         Ganz bescheiden

         Meint, er ist weit weg von Gott

         Hat nicht so gelebt, wie es Gott gefällt

         Aber tiefe Sehnsucht nach Gott in Herzen

         Will sich ihm öffnen

         In seine Liebe hineinfallen lassen.

Er spricht wirklich zu Gott

vertraut, dass Gott gnädig ist

dass er auch ihm seine Liebe erweist

Beziehung entsteht: Beter-Gott

Beziehung der Liebe

 

Pharisäer – nach Gebet derselbe

Zöllner – nach Gebet verwandelt, getröstet, berührt, geliebt

                   aufgerichtet

 

Ich denke, wir müssen immer wieder ganz genau nachschauen,

wie unsere Beziehung zu Gott ist,

ob wie bei Pharisäer, Zöllner oder gleichgültig.

 

Also Mission nicht nur für irgendwo, sondern auch bei uns nötig.

 

3.R: Wie ist Mission möglich?

Es wäre schön, wenn wir die Gleichgültigen und überhaupt alle so sehr begeistern könnten, dass sie alle mit Freude zur Kirche kämen.

Aber müssen wir uns da nicht zuerst selber fragen:

- Sieht man denn uns unsere Begeisterung an?

- Strahlen denn wir Gottvertrauen aus?

- Sind denn wir überhaupt mutig?

Nehmen wir uns mal Petrus aus der Lesung zum Vorbild.

Er war beseelt von Mut und Gottvertrauen

Er war unermüdlich unterwegs:

Er stand ein für seine Überzeugung

         gab frohmachende Botschaft weiter

Reisen: Gemeinden in Griechenland

und Kleinasien

                   Er legte in Rom den Grundstein für Weltkirche

                   Er erzählt auch von Schwierigkeit der Aufgabe,

                            Verlassenheit      


Aber er wußte immer mit absoluter Sicherheit:

Gott ist ihm treu

                  

Wir können nur andere vom Glauben überzeugen, wenn wir selber begeistert sind, wenn ein Feuer in uns brennt, das andere anstecken, ergreifen kann.

 

4.M:

Mission kann nur gelingen,

wenn wir selber Menschen sind, die sich missionieren lassen, die nicht überheblich werden,

sondern in sich gehen, das Gespräch mit Gott suchen,

auf sein Wort hören.

von Liebe erfüllt sind.

Mission heißt: Geben und Empfangen

Miteinander und voneinander lernen

und geschwisterlich teilen:

Glaubenserfahrung, Hoffnung und Materielle Möglichkeiten.

Dann könnte unsere Welt gerechter, friedlicher, fröhlicher werden.

                           

 

Taufgedächtnis

Erinnern wir uns im Taufgedächtnis daran, dass wir dazu berufen sind,

diese Hoffnung, die uns erfüllt, weiterzugeben

und dass Gott uns die Kraft dazu gibt.

 

Einladung:

Liebe Schwestern und Brüder,

das Wasser erinnert uns an unsere Taufe und damit an unsere

Gemeinschaft mit Christus und untereinander als Schwestern und Brüder. Gemeinsam sind wir gesandt, um in Wort und Tat Zeugnis zu geben von Gott, dem Ursprung und Geber allen Lebens. Der Heilige Geist, der uns in der Taufe geschenkt ist, gibt uns dazu Kraft und hilft uns, unserem Glauben Leben zu geben.

 (Gebet aus dem Werkbuch für Wort-Gottes-Feiern, S. 187)

Lasset uns beten.

Gott, du Quelle des Lebens.

Du schenkst uns Dein Heil in sichtbaren Zeichen.

So sei uns dieses Wasser ein Zeichen für das Leben,

das du in der Taufe in uns gewirkt hast.

Erneuere in uns die Gaben deines Geistes.

Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

A: Amen.

Gesang zur Austeilung des Wassers

GL 637 Lasst uns loben, freudig loben

 

 

Friedenszeichen

Jesus Christus ist unser Friede und unsere Versöhnung.

Friede mit ihm ist die Quelle des Friedens unter uns Menschen.

Geben wir einander ein Zeichen dieses Friedens.

 

Lobpreis D: S.178

Lied: Gott in der Höh 464

 

Fürbitten

L: Gott sorgt sich um die Menschen wie ein guter Vater und eine liebende Mutter. Deshalb wenden wir uns jetzt voll Vertrauen an in und tragen ihm unsere Bitten vor.

 

V: Wir beten für alle Menschen, die das Evangelium verkünden:

– für alle, die bereit sind, persönliche Glaubenserfahrungen

weiter zu geben,

– für die, die nach neuen Worten und Wegen suchen,

das Evangelium heute den Menschen nahe zu bringen.

Du Gott allen Lebens,

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

V: Wir beten für alle Menschen, die sich vom Evangelium zum Handeln herausfordern lassen:

– für die, die bereit sind, ihr Leben an der frohen Botschaft des

Evangeliums auszurichten,

– für die, die ihrem Glauben durch die Übernahme eines

Dienstes in ihrer Gemeinde Ausdruck verleihen.

Du Gott allen Lebens,

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

V: Wir beten für alle Menschen, die auf der Suche sind nach

Wahrheit und Gerechtigkeit:

– für die, die zweifeln und sich mit dem christlichen

Glaubens schwer tun,

– für die, die sich für Gerechtigkeit einsetzen und dabei an ihre

Grenzen stoßen.

Du Gott allen Lebens,

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

V: Wir beten für die Christinnen und Christen in der Kirche der Mongolei:

– für die, die mit Mut und Hoffnung beim Aufbau lebendiger

Gemeinden helfen,

– für die Katechumenen, die sich auf den Weg des Glaubens

machen und sich auf die Taufe vorbereiten.

Du Gott allen Lebens,

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

V: Wir beten für alle, die die missionarische Bewegung weltweit gestalten und tragen:

– für die missio-Mitglieder und Förderer und für alle, die

durch ihr Gebet, ihre Spenden und ihr solidarisches Handeln

einen Beitrag leisten,

– für alle, die am Netzwerk weltweiter Solidarität

und Spiritualität mitarbeiten.

Du Gott allen Lebens,

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

 

 

V: Wir beten für alle, denen die Botschaft des Evangeliums in

besonderer Weise gilt:

– für die Armen und die Ausgebeuteten, die Gefangenen und

Bedrückten,

– für die Kranken und Leidenden, für die Sterbenden

und Trauernden,

– für die, die am Rand stehen, die Einsamen und

die Vergessenen.

Du Gott allen Lebens,

A: Wir bitten dich, erhöre uns.

 

In Gemeinschaft mit allen Christinnen und Christen weltweit beten wir so, wie Jesus Christus selbst uns zu beten gelehrt hat:

 

Vater unser …

 

Lob/Danklied : Laudate omnes gentes (977,5)

 

Hinweis auf Missio-Kollekte und Verkauf

 

Segensbitte S. 63f

 

Entlassung